Rürup

Die Rürup-Rente - vor allem für Selbständige, Freiberufler und Ältere gedacht

Eine weitere Säule, die zur privaten Rentenversicherung gehört, ist die Rürup-Rente. Experten empfehlen diese Art der privaten Altersvorsorge hauptsächlich für Selbstständige, Freiberufler sowie für ältere Anleger. Immerhin haben diese Personengruppen nicht die Möglichkeit, mit der Riester-Rente für das hohe Alter zu sparen, denn dies ist nur sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern, Beamten und deren Ehepartnern vorbehalten. Gerade für Selbstständige ist die Rürup-Rente deswegen die einzige Möglichkeit, geeignete Maßnahmen zur Altersvorsorge zu treffen und dabei von einer staatlichen Unterstützung zu profitieren. Natürlich können sich auch Angestellte, die mehr sparen möchten, als bei der Riester-Rente gefördert wird, für die Rürup-Rente entscheiden.

Namenspatron der Rürup-Rente ist Bert Rürup - ein Ökonom, der genau weiß, wann sich diese Art des Sparens lohnt: "Die Basisrente ist dann attraktiv, wenn man im Erwerbsleben einen relativ hohen Steuersatz zahlt und für die Rentenphase einen niedrigeren Steuersatz erwartet."Es gibt aber auch einige Vereinbarungen, an die man sich bei dieser Altersvorsorge halten muss. Die Verträge können weder vererbt, noch übertragen, beliehen oder veräußert werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass die Auszahlung nicht in einem Betrag erfolgt, sondern als lebenslange Rente mit einer regelmäßigen Auszahlung.

Vorteile, von denen man bei der Rürup-Rente Gebrauch machen kann, sind unter anderem Steuervorteile über den Sonderausgabenabzug sowie die Tatsache, dass das angesparte Kapital auch bei einer längeren Arbeitslosigkeit nicht zum Vermögen gerechnet wird. Während der Ansparphase sind die Verträge darüber hinaus vor der Pfändung geschützt, was sich aber in der Rentenphase ändern kann, denn hier können Beträge, die sich über den Pfändungsfreigrenzen befinden, durchaus gepfändet werden. Ebenso von Vorteil ist, dass die Ansparung sehr flexibel ist. In der Praxis sieht dies so aus, dass zunächst mit kleineren monatlichen Beträgen begonnen wird, so dass die Kosten niedrig gehalten werden können. Anschließend können Einmalzahlungen folgen, sofern dies beim Selbstständigen Budget und Geschäftsentwicklung zulassen.